Die Geschichte des Kendama

Den meisten von uns ist Kendama als japanisches Geschicklichkeitsspiel bekannt. Aber was steckt eigentlich genau hinter der Geschichte des Kendama? Und wie kam Kendama Europe dazu?

In den kommenden Wochen werden wir regelmäßig Blogartikel veröffentlichen und euch dadurch mehr Einblicke in das Geschehen bei uns geben. Nebenbei werden wir aber auch über Interessante und aktuelle Dinge berichten.

In dem ersten Blogartikel Kendama Europe's werden wir über die Geschichte des Kendama sprechen, aber auch berichten, wie es zu der Entstehung der Firma Kendama Europe kam.

Das Kendama besteht aus einer Kugel (tama), die ein Loch (ana) hat und durch einen Faden (ito) mit dem Griff - auch Schwert (ken) genannt - verbunden ist. Die Spitze des Griffes nennt man Schwertspitze (ken-saki). Auf dem sogenannten sara-do, der Tellertrommel, befinden sich zwei Teller: der größere Teller heißt ōzara (大皿, großer Teller) und der kleinere der beiden Teller kozara (小皿, kleiner Teller). Am Ende des Griffes befindet sich der kleinste Teller: der chūzara (中皿, mittlerer Teller). Eine Erhöhung (subari-dome) am Griff soll ein Abrutschen während des Spielens verhindern.

Das Kendama


Mit Ausnahme des Fadens bestehen alle Teile des Kendama aus Holz. Um einige spezielle Tricks zu praktizieren braucht man ein Kendama ohne Schnur, diese sind jedoch nicht so gebräuchlich und populär. Die Form und die Lackierung der Kendama variiert je nach Hersteller und Ursprungsland.

Viele fragen sich oft, wo dieses Holzspielzeug eigentlich genau herkommt. Wo das Kendama seinen Ursprung hat, ist bis heute unbekannt, doch wurde ein ähnliches Gerät mit dem Namen Pommawonga („spieß den Fisch auf“) in Überlieferungen der Inuit – ein im arktischen Nordost- und Zentralkanada und in Grönland lebendes Volk – erwähnt, das jedoch nicht zur Unterhaltung, sondern für Jagdrituale und Zeremonien verwendet wurde. Die ersten Aufzeichnungen kommen aus dem 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit gab es in Frankreich ein Spielzeug namens Bilboquet, das im Sommer in den Straßen Frankreichs gerne von Kindern gespielt wurde. Es wird vermutet, dass es der Vorläufer des japanischen Kendama ist. 

Den ersten Auftritt in Japan hatte das Kendama in der Edo-Zeit (1603–1868), als es über die Seidenstraße nach Nagasaki kam. Früher wurde es als ein Spielzeug für gemeinsame Trinkspiele benutzt und wurde Sukuitamakeri (Löffelkendama) genannt. Ziel dieses Spiels war es, die Kugel innerhalb von fünf oder drei Versuchen aufzufangen. Wer es nicht geschafft hat, musste trinken. Erst in der Meiji-Zeit (1868–1912) gewann das Geschicklichkeitsspiel auch unter Kindern und Frauen Gefallen, nachdem der Westen es in Japan populär gemacht hatte. Das Kendama, wie die Japaner es heute kennen, wurde 1918 von Hamaji Egusa kreiert, indem er die kleine und große Schale links und rechts hinzufügte. So entstand der Name nichi getsu ball (Sonnen-Mond-Ball), der später vereinfacht in kendama (Schwertkugel) umgetauft wurde.

In den letzten Jahren entwickelte sich das Spiel Kendama zu einem Sport, der von vielen Spielern - von Kindern bis zu Erwachsenen- leidenschaftlich gespielt wird.

Nächsten Sonntag werden wir mehr zu unseren aktuellen Kendama Modellen erzählen. Wer weiß, eventuell wird es ja auch bald etwas Neues geben. Also, bleib dran!

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  • Nice

    Can’t wait to read more ! ✊

  • Gespannt

    Coole Story. bin gespannt was noch kommt :)